So. Also. Nehmen wir mal an, der Wirtschaft geht's nicht so super. BIP stagniert, oder sinkt sogar, wir haben eine wirtschaftliche Depression und die Arbeitslosigkeit steigt. Das will niemand, oder?
Naja, es sei denn, die Arbeitslosigkeit steigt nicht, weil wir andere Konzepte des Wirtschaftens entwickelt haben, in denen ständiges Wachstum nicht notwendig ist.
Ok. Aber nehmen wir mal an, wir haben das noch nicht. Dann gibt es zwei Möglichkeiten, wie wir mit der Situation umgehen.
Ist das ne Frage?
Irgendwie schon, ja. Was macht ihr denn, wenn eure Noten schlecht sind?
Lernen natürlich. Was denn sonst???
Klar. Und in echt?
Nun ja.... eher... hoffen?
Richtig. Das kann man bei der Wirtschaft auch. Einfach warten, bis sie sich wieder erholt. Wird schon irgendwann passieren. Das ist die eine Möglichkeit. Oder?
Order man macht was.
Genau. Aber wer macht was? Nach wem wird immer gerufen, wenn die ach so tollen Selbstheilungskräfte des Marktes nicht mehr funktionieren?
Nach dem Staat. Dabei soll der sich doch eigentlich raushalten aus dem Markt.
Außer eben in solchen Situationen. Und weil es der MARKT ist, kann er an zwei Stellschrauben drehen.... nämlich...?
Das wissen wir! Wir sind nämlich Wirtschaftscracks! Der Staat kann Zölle erheben, denn dann zahlen andere Länder die Zeche! HA! Haben wir von Trump gelernt!
... oh mein Gott. Dabei sollt ihr doch unsere Zukunft sein.
Eh, seien Sie mal nicht so gemein. Das war doch nur ein Wiiiihiiiitz. Wir wissen genau, auf was Sie hinauswollen. Sie wollen auf Angebot und Nachfrage hinaus. Das ist ja sogar oben als Bild eingefügt. Wir sind ja nicht ganz doof.
Na vielleicht beteht ja doch noch Grund zur Hoffnung. Genau. Es geht um Angebot und Nachfrage. Entweder ich kurble als Staat die Nachfrage an, was zu mehr Angebot führt, was zu mehr Produktion führt, was zu mehr Arbeitsplätzen führt, was zu mehr Konsum führt, was zu mehr Nachfrage führt, was zu... ich glaub, ihr versteht was das grobe Prinzip ist.
Moment. Wir haben Fragen... Woher kommt denn nun die Nachfrage? Und vor allem.... woher kommt das Geld? Das muss doch irgendwie bezahlt werden, oder?
Gute Frage. Im Keynesianismus (der Nachfrageorientierung) wird davon ausgegangen, dass Märkte an und für sich instabil sind. Deswegen gibt es Aufs und Abs. Also muss der Staat aktiv eingreifen, indem er selbst nachfragt (z.B. durch Infrastrukturmaßnahmen wie Straßenbau), oder die Nachfrage der Bevölkerung steigert (z.B. durch Zuschüsse beim Kauf von etwas Neuem, also z.B. Abwrackprämien bei Autos oder so). Das Geld kommt dabei zunächst einmal aus Schulden, denn der Staat kann in einer wirtschaftlichen Depression schlecht die Steuern erhöhen. Das wäre ja völlig kontraproduktiv.
Also macht der Staat mehr Schulden, um die Wirtschaft anzukurbeln? Das hört sich nach nem schlechten Deal an...
In der Theorie nicht. Denn was kann der Staat dann in einer Boom-Phase machen?
Ahhhh. Die Steuern erhöhen und damit die Schulden wieder abbezahlen.
Genau. Nur in der Realität macht die Politik meist nur den "halben Keynes". Also Schulden werden aufgenommen, aber dann die Steuern nicht erhöht. Man will es sich ja nicht mit dem Wahlvolk verscherzen...
Und weil KI wirklich inzwischen recht gut ist, gibt's das jetzt nochmal als Übersichtsgrafiken (jaja, auch, wenn wieder Rechtschreibfehler drin sind.... wäre aber den meisten von euch eh nicht aufgefallen...)
Ok und wie funktioniert das dann mit der anderen Möglichkeit? Also mit dem Angebot?
In dieser Sichtweise wird davon ausgegangen, dass der Markt an sich stabil ist und über ausreichende Selbstheilungskräfte verfügt, um ein Gleichgewicht bei Vollbeschäftigung zu erreichen. Krisen werden hier eher als Folge von „Staatsversagen“ oder externen Schocks betrachtet. Das heißt, der Staat soll hier gar nicht so ganz arg viel machen. Seine Rolle ist eher, dass der Rahmen für die Wirtschaft stimmt.
Also sowas wie die Produktionsbedingungen? Lohnnebenkosten und so?
Genau. Wenn die günstig sind, geht das Angebot hoch. Das bedeutet also z.B. niedrige Steuern für Unternehmen. Gleichzeitig soll die Geldmenge durch die Zentralbanken so gesteuert werden, dass das Preisniveau stabil bleibt.
Und dann gibt's wieder einen Kreislauf: Mehr Angebot führt zu mehr Produktion, führt zu mehr Arbeitsplätzen, führt zu mehr Konsum, führt zu mehr Nachfrage, führt zu mehr Angebot....
Jup. Das ist so. Also zumindest in der Theorie. Und weil die im Regelfall ein wenig grau ist, gibt's auch hierzu eine farbige Grafik.
Sie sind so lieb zu uns.
Ich weiß.